Monika Tauber-Spring zur Corona-Krise in Bad Reichenhall

Die Corona-Krise wird Bad Reichenhall auch wirtschaftlich schwer treffen. Hotellerie, Gastronomie, Klein- und Mittelständische Betriebe, Selbständige und Freiberufler sind in ihrer Existenz bedroht. Hinzu kommt, dass vieles in Bad Reichenhall schon lange stagniert, weil viel zu wenig gemacht und keine robuste Struktur geschaffen wurde. Das rächt sich jetzt doppelt! In den vergangenen Tagen habe ich viele Gespräche mit Betroffenen, der BGLT und Vertretern des Einzelhandels und des Tourismus vor Ort geführt.

Sollte ich gewählt werden, werde ich sofort eine Wirtschafts-Taskforce im Rathaus installieren, die sämtliche Maßnahmen koordiniert, bei der alle Fäden zusammenlaufen und die sich eng mit überkommunalen Institutionen austauscht.

Jetzt sofort und parallel zur Bewältigung der medizinischen Gefahrenlage, aber auch in den Wochen, Monaten und vielleicht Jahren danach, geht es darum, dass Hilfe umgehend dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Hier bin ich bereits jetzt mit der Berchtesgadener Land Wirtschaftsservice GmbH im Kontakt. Versprechungen allein helfen unseren Tourismusbetrieben, unseren Einzelhändlern und Dienstleistern nicht. Unmittelbar im Anschluss müssen die Weichen für die Zukunft gestellt werden, um Bad Reichenhall als Gesundheitsmarke und als begehrte Stadt stark zu machen. Das ist nach der Krise noch dringender nötig als zuvor. Die Stadt hat jetzt schon mit Leerständen oder einer Baustelle Axelmannstein zu kämpfen. Ich bin ganz ehrlich, da wird jede Menge Arbeit auf uns zukommen. Da muss sehr konsequent gehandelt werden.

Aber ich kann Herausforderungen stemmen und werde mich nicht wegducken. Als ehemalige Rektorin und Schulrätin bringe ich viel Berufserfahrung in einer Führungsposition mit. Und darauf kommt es jetzt an. Ich weiß, was es heißt, ein Team durch eine Krise zu führen. Das ist nicht leicht, das ist auch emotional sehr herausfordernd. Umso mehr braucht Bad Reichenhall eine Oberbürgermeisterin, die die fachliche Kompetenz und vor allem sehr viel Lebens- und Berufserfahrung mitbringt, denn neben den Gewerbetreibenden, den Wirtschafts- und den Tourismusbetrieben vor Ort wird diese Situation wie ein Dominoeffekt, auch alle anderen Bereiche des Lebens – z.B. Vereine, Schulen, Familien, Senioren, eben uns alle hier in Bad Reichenhall – in Mitleidenschaft ziehen. Und weil uns diese Situation noch über Jahre zu schaffen machen wird, ist es unumgänglich, die Taskforce nach dem Krisenmanagement der ersten Monate in eine permanente Arbeitsgruppe umzuwandeln.

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