Nachfrage im Kreistag zur Personellen Situation/Stellenplan der Notaufnahemen im BGL

Fragestellung im Oktober 2022 – Antwort 28.12.2022

Nunmehr zwischen den Feiertagen zu Ihren Nachfragen bzgl. der personelle Ausstattung unserer Notaufnahmen im Berchtesgadener Land und entsprechende Anmerkungen dazu.

Personelle Ausstattung ZNA BR

In der zentralen Notaufnahme (ZNA) in Bad Reichenhall (Monat Oktober) werden derzeit 29,2 (VK – Vollkräfte), sowie 3,3 (VK) für die Covid-Poct PCR Testung, eingesetzt. Ab Mitte 2023 (Zentralisierung Notfallversorgungen) sollen 35,3 VK die Versorgung sicherstellen. Dieser Mehrbedarf wird über Schülerübernahmen, Neueinstellungen und dem einen oder anderen Kollegen aus Freilassing und Berchtesgaden gedeckt werden. Hinsichtlich des ärztlichen Personals wird der Personalbestand von 17,5 auf 22,5 VK aufgestockt. In der ärztlichen Verantwortung als eigenständige Leitung ist Fr. Chefärztin Dr. Kollmann-Fackler. Pflegerisch gibt es eine Bereichsleitung und eine Stationsleitung für die ZNA. Die entsprechenden laufenden Umbau- und Erweiterungsmassnahmen sind Ihnen soweit bekannt. (s. auch Presseberichte zur ZNA BR, auch hier zur personellen Ausstattung).

 Personelle Ausstattung Aufnahme BE

In der Aufnahme Berchtesgaden werden 5,6 VK eingesetzt, welche im Bereich der Funktionsdiagnostik/Überwachungsbereich am Standort BE verbleiben. Die fertiggewordenen Kapazitäten werden in Zukunft im OP in Berchtesgaden und in der ZNA in Bad Reichenhall (Weiterbildung, Wechsel) eingesetzt. Im Bereich des ärztlichen Dienstes wird derzeit in der Inneren Medizin die Versorgung durch einen Arzt (während der Regelarbeitszeit) und den Bereitschaftsdienstarzt der Inneren Medizin sichergestellt. Für die chirurgische Versorgung steht ab 01.01.2023 das Team der Praxis Koller-Linder aus der OUCC Gruppe vor Ort von 8:00 – 18:00 Uhr werktags zur Verfügung.

 Personelle Ausstattung Aufnahme FR

In Freilassing erfolgt die Mitversorgung des einen oder anderen fußläufigen Patienten in enger Anbindung an die benachbarte Station 1, so dass tags noch ein Mitarbeiter zusammen mit der Funktionsdiagnostik vor Ort in dem ehemaligen Bereich der Aufnahme tätig ist. Die Notaufnahme wird bereits seit über einem Jahr nicht mehr vom Rettungsdienst angefahren und ist defacto nicht mehr besetzt. Beim ärztlichen Personal ist es ohnehin eine Mitversorgung neben den üblichen stationären Aufgaben, eine feste ärztliche Zuweisung war aufgrund des geringen Aufkommens nie sinnvoll.

 Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen soweit beantworten und stehe Ihnen gerne auch für Rückfragen zur Verfügung.

Gerade aktuell beschäftigen uns erhebliche Krankenstände an allen Standorten, so dass es schon mühsam ist, überhaupt Versorgung in den Landkreisen sicher zu stellen. Übrigens ein bundesweites Geschehen angesichts Influenza, Covid-19, RS-Virus und sonstiger forciert auftretender Erkältungserkrankungen.

Freundliche Grüße und dann Ihnen ein guten Start ins neue Jahr 2023.

Bleiben Sie vor allem gesund!

Uwe Gretscher

bgland24-Bericht über den Stammtisch der Bürgerliste in Marzoll

Info-Stammtisch der Bürgerliste Reichenhall in Marzoll

Der Vorsitzende der Bürgerliste Reichenhall, Manfred Hofmeister, konnte zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie einige Stadträte zum Info-Stammtisch im Schloßberghof Marzoll begrüßen, stand doch das sehr brisante Thema der Erweiterungspläne in Türk-West auch mit auf der Tagesordnung.

Die Meldung im Wortlaut:

Bad Reichenhall – Hofmeister ließ nochmal zusammengefasst die Entwicklungen dieses Gewerbegebietes Revue passieren und erinnert an die langjährigen Bemühungen zu überdimensionierten Planungen einer Abfallanlage und an die groben Mißachtungen von Umwelt- und Sicherheitsbestimmungen bereits im kleineren laufenden Betrieb – durch Bilder belegt und nach 5 Jahren vom Landratsamt endlich eingestellt.

Weiterlesen auf bgland24.de

Presseinfo BLR zum Thema Bob- und Rodelbahn sowie Planungen Berufsschule in Freilassing

Nachdem in der bisherigen Presse-Berichterstattung über Kreistags- und Ausschußsitzungen Wortmeldungen der Bürgerliste Reichenhall keinerlei Erwähnung gefunden haben, erscheint es notwendig mit einer Presseerklärung stellvertretend über einige wichtige Themen zu informieren. Dies soll ein Beitrag sein, um das demokratische Meinungsspektrum im Kreistag in der Öffentlichkeit zu vervollständigen.
Thema Bob- und Rodelbahn Königssee
Auch wenn es bei vielen einen sehr stark ausgeprägten Wunsch zum Wiederaufbau gibt, ist es aus Sicht der Bürgerliste unerlässlich, zunächst über die geologischen Gegebenheiten und Auswirkungen extremer Niederschlagsmengen eine möglichst genaue Risikoanalyse zu erstellen. Erst nach Vorliegen eines genauen Lagebildes kann sinnvoller Weise über einen Wiederaufbau entschieden werden.
Die Bürgerliste unterschätzt keinesfalls die besondere Bedeutung der Bob- und Rodelbahn. Die Zustimmung im Kreistag zur geplanten Überdachung (nicht alle Fraktionen haben das unterstützt) zeigt dies auch deutlich auf.
Warum die Risikoanalyse der Geologie der Umgebung und Folgen von Starkregenereignissen schon von Beginn an gekoppelt werden mit relativ kostspieligen Wiederaufbauplänen der Vergabestufen HOAI 1 und 2 (Honorarordnung für Architekten- und Ingenieurleistungen) bis zu 1,5 Mio € erschließt sich nicht. Eine Risikoanalyse sollte auch ohne eine Wiederaufbauplanung erstellt werden können. Betrachtet man die Inhalte der Planungsphase 2 mit den folgenden Leistungen:

  • Abstimmung der Leistungen mit den Fachplanern
  • Erarbeitung der Vorplanung, Untersuchung und Darstellung von Anforderungen
  • Maßstabsgetreue Zeichnung des Objekts
  • Bereitstellung der bisherigen Arbeitsergebnisse als Grundlage für die anderen Fachplaner
  • Vorverhandlung über die Genehmigungsfähigkeit
  • Kostenschätzung und Vergleich mit den finanziellen Rahmenbedingungen
  • Erstellung eines Terminplans mit den wesentlichen Vorgängen des Planungs- und Bauablaufs

so stellt sich schon die Frage, ob derartiges schon von Beginn an für eine Risikoanalyse wirklich erforderlich ist. Falls das vom Landratsamt anders ausverhandelt wurde, ist das so in den Vorlagen nicht erkennbar.
Wohl kaum jemand, der mit einer derartigen Situation konfrontiert ist, würde aus seinem privaten Budget so an eine wichtige Grundsatzentscheidung herangehen.
Bei Hochwassersimulationen wird auch zunächst das Geländemodell mit den jeweiligen Wassermengen analysiert, um anschließend Beurteilungen für Bebauungsflächen zu erhalten. Niemand würde eine Gebäudewiederaufbauplanung zusammen mit der Hochwassersimulation gleichzeitig finanzieren.
Die Flächen der Bob- und Rodelbahn sind ja hinlänglich bekannt und aus den möglichen Einwirkungen und Risiken (Muren, Hochwasser) auf bisherige Bestands- und benachbarte Flächen kann abgeleitet werden, ob und wo sich ggf. Möglichkeiten für einen Wiederaufbau ergeben und welche Schutzmaßnahmen, Geländeverbauungen erforderlich sind. Zwingend ist dabei auch nicht nur mögliche Einwirkungen von Geröll und Wassermassen auf den Bereich der Bahn zu betrachten, sondern insgesamt auch auf unterliegende Anwesen.
Erst dann kann sinnvoller Weise mit einer Wiederaufbauplanung in Verbindung mit Sicherungsmaßnahmen begonnen werden. Deshalb entspricht dieses Junktim in Unkenntnis des Ergebnisses der Risikoanalyse bereits zwei Phasen der Wiederaufbauplanung zu finanzieren, nicht unbedingt dem wichtigen Grundsatz möglichst sparsam mit Steuergeldern umzugehen. Wenn es aus dem Topf des Wiederaufbaufonds kommt, fehlt es möglicherweise an anderer Stelle.
Der Grundsatz sollte vielmehr lauten, nicht zwei Schritte (Risikoanalyse + Vorplanung Wiederaufbau) gleichzeitig zu machen, sondern sich zunächst auf den ersten Schritt zu konzentrieren, um dann fundiert entscheiden zu können.
Auch der Wortbeitrag der Bürgerliste zu den Planungen der Berufsschule des Landkreises in Freilassing sei hier der Vollständigkeit halber erwähnt.
Der Neubau der Berufsschule ist ein Leuchtturmprojekt für den Landkreis BGL. Es ist sehr wichtig im Wettbewerb um berufliche qualifizierte Nachwuchskräfte aus der Region für die Region.
Falls die Variante 4 (Gelände Reifen John) realistisch in den Zeitplan passen sollte, muss das Grundstück von der Stadt Freilassing sehr zeitnah auf Altlasten untersucht werden, um in der Bauphase dann nicht zu riskieren unnötig Zeit zu verlieren. Zudem sollte von Beginn an versucht werden, dort wo machbar, nachhaltige Baustoffe zu verwenden. Gerade dadurch werden u.a. künftige kostspielige Entsorgungen belasteter Baustoffe reduziert.

Manfred Hofmeister

Kreisrat – Vorsitzender BLR